Ρ
Ρ, ρ, ῥῶ : siebzehnter Buchstabe des griechischen Alphabets, als Zahlzeichen ρʹ = 100, ͵ρ = 100 000.
Nach Plat. Crat. 426c ist ῥῶ ὥσπερ ὄργανον πάσης τῆς κινήσεως, 434d τῇ φορᾷ καὶ κινήσει καὶ σκληρότητι ἔοικεν.
Es hat im Anfange des Wortes jedesmal den Spiritus asper, wovon nach der Bemerkung der Gramm. nur Ρᾶρος u. Ράριος eine Ausnahme machen ; die Aeoler aspirierten es nicht (vgl. Greg.Cor. p. 588, B.A. 2 p. 693), setzten aber dafür gern ein β davor, das aus dem Digamma entstanden zu sein scheint, so βρόδον, βράκος, βρίζα für ῥόδον, ῥάκος, ῥίζα, vgl. Koen Greg.Cor. p. 638, 689.
Da ρ sich in der Aussprache leicht verdoppeln läßt, so wird es
a) in Prosa regelmäßig bei den mit ρ anfangenden Wörtern in der Zusammensetzung mit einer auf einen Vokal ausgehenden Präposition verdoppelt, ἀναῤῥίπτω, ἀποῤῥίπτω u. ä. Die Dichter setzen nach Versbedarf ρ u. ρρ.
b) eben so nach dem α privat., ἄῤῥωστος, nur poetisch auch ἄρωστος.
c) nach dem Augmentum syllabicum, ἔῤῥαπτον, ἔῤῥαφα, nur bei Dichtern auch ἔραφον u. ä., bes. Hom., selten nur die attischen Dichter, Ar. Thesm. 665.
d) seltener ist dieser Wechsel bei Dichtern innerhalb des Wortstamms, wie πυῤῥίχη u. πυρίχη, Jacobs AP p. 78, 498, 774.
e) daher wird auch eine an sich kurze Silbe, wenn ein mit ῥ anfangendes Wort darauf folgt, oft lang, indem ρ in der Aussprache verdoppelt Position bildet, gewöhnlich aber nur, wenn die kurze Silbe überdies in der Vershebung steht, ὑπὸ ῥιπῆς, Il. 15.171, 19.358, vgl. 8.25, 16.151, 475, Od. 18.261, selten in der Senkung des Verses, wie Il. 24.755, Ar. Nub. 343 ; vgl. noch Böckh Pind. v.l. Ol. 8.23, P. 1.45 ; Valcken Hipp. 461, 1223 ; Brunck zu Aesch. Prom. 1031 ; Soph. O.R. 847, Ant. 318 ; Ar. Nub. 647, Plut. 1065 ; Jacobs AP p. 246.
f) die Aeoler setzen in der Mitte des Wortes oft -ερρ-für -ειρ-, so ἐγέρρω, φθέρρω, Koen zu Greg.Cor. p. 587.
Von Vertauschungen mit andern Konsonanten in den Dialekten merke man
1) bei den Aeolern tritt es für σ ein am Ende der Wörter, οὗτορ, ἵππορ, σκληρότηρ für οὗτος, ἴππος, σκληρότης, vgl. Plat. Crat. 434c u. das lat. arbor u. arbos.
2) bei den Attikern, bes. seit Plato, entspricht -ρρ-dem ion. u. altattischen ρσ, vgl. θάρρος, ἄρρην u. θάρσος, ἄρσην. S. Erkl. zu Greg.Cor. 630.
3) die Attiker setzen in mehrern Wörtern ρ statt λ, vgl. σιγηρός u. σιγηλός, κρίβανος, κεφάλαργος, ναύκραρος.
4) in manchen Wörtern tritt eine Metathesis des ρ ein, vgl. κάρτος u. κράτος, θάρσος u. θράσος, βάρδιστος u. βράδιστος, bes. bei den Ioniern. S. Koen zu Greg.Cor. p. 337, 455.
Nach Plat. Crat. 426c ist ῥῶ ὥσπερ ὄργανον πάσης τῆς κινήσεως, 434d τῇ φορᾷ καὶ κινήσει καὶ σκληρότητι ἔοικεν.
Es hat im Anfange des Wortes jedesmal den Spiritus asper, wovon nach der Bemerkung der Gramm. nur Ρᾶρος u. Ράριος eine Ausnahme machen ; die Aeoler aspirierten es nicht (vgl. Greg.Cor. p. 588, B.A. 2 p. 693), setzten aber dafür gern ein β davor, das aus dem Digamma entstanden zu sein scheint, so βρόδον, βράκος, βρίζα für ῥόδον, ῥάκος, ῥίζα, vgl. Koen Greg.Cor. p. 638, 689.
Da ρ sich in der Aussprache leicht verdoppeln läßt, so wird es
a) in Prosa regelmäßig bei den mit ρ anfangenden Wörtern in der Zusammensetzung mit einer auf einen Vokal ausgehenden Präposition verdoppelt, ἀναῤῥίπτω, ἀποῤῥίπτω u. ä. Die Dichter setzen nach Versbedarf ρ u. ρρ.
b) eben so nach dem α privat., ἄῤῥωστος, nur poetisch auch ἄρωστος.
c) nach dem Augmentum syllabicum, ἔῤῥαπτον, ἔῤῥαφα, nur bei Dichtern auch ἔραφον u. ä., bes. Hom., selten nur die attischen Dichter, Ar. Thesm. 665.
d) seltener ist dieser Wechsel bei Dichtern innerhalb des Wortstamms, wie πυῤῥίχη u. πυρίχη, Jacobs AP p. 78, 498, 774.
e) daher wird auch eine an sich kurze Silbe, wenn ein mit ῥ anfangendes Wort darauf folgt, oft lang, indem ρ in der Aussprache verdoppelt Position bildet, gewöhnlich aber nur, wenn die kurze Silbe überdies in der Vershebung steht, ὑπὸ ῥιπῆς, Il. 15.171, 19.358, vgl. 8.25, 16.151, 475, Od. 18.261, selten in der Senkung des Verses, wie Il. 24.755, Ar. Nub. 343 ; vgl. noch Böckh Pind. v.l. Ol. 8.23, P. 1.45 ; Valcken Hipp. 461, 1223 ; Brunck zu Aesch. Prom. 1031 ; Soph. O.R. 847, Ant. 318 ; Ar. Nub. 647, Plut. 1065 ; Jacobs AP p. 246.
f) die Aeoler setzen in der Mitte des Wortes oft -ερρ-für -ειρ-, so ἐγέρρω, φθέρρω, Koen zu Greg.Cor. p. 587.
Von Vertauschungen mit andern Konsonanten in den Dialekten merke man
1) bei den Aeolern tritt es für σ ein am Ende der Wörter, οὗτορ, ἵππορ, σκληρότηρ für οὗτος, ἴππος, σκληρότης, vgl. Plat. Crat. 434c u. das lat. arbor u. arbos.
2) bei den Attikern, bes. seit Plato, entspricht -ρρ-dem ion. u. altattischen ρσ, vgl. θάρρος, ἄρρην u. θάρσος, ἄρσην. S. Erkl. zu Greg.Cor. 630.
3) die Attiker setzen in mehrern Wörtern ρ statt λ, vgl. σιγηρός u. σιγηλός, κρίβανος, κεφάλαργος, ναύκραρος.
4) in manchen Wörtern tritt eine Metathesis des ρ ein, vgl. κάρτος u. κράτος, θάρσος u. θράσος, βάρδιστος u. βράδιστος, bes. bei den Ioniern. S. Koen zu Greg.Cor. p. 337, 455.
rho, r, as initial always ῥ (on the use of the breathing and the reduplication of ρ, v. WH, App., 163; Tdf., Prol., 105 f.; Veitch, s.v.ῥάπτω, etc.), the seventeenth letter. As a numeral, ρʹ = 100, ρ͵ = 100,000.
Ρ . Many words beginning with ρ originally began with two consonants, esp. ϝρ or σρ (ϝρήγνῡμι, σρέω), and the quantitative (metrical) effect of the two letters has been preserved in the frequent doubling of ρ (ἔρρεον). What the initial consonant was cannot always be determined.